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Lippeschlösser

Inhalt des Buches  

Die Lippe - ein stiller Fluss  

Die Lipperenaissance - ein Spezialfall  

Vom Teutoburger Wald bis Erwitte

Die Schlösser der Lipperenaissance. Von Lippstadt nach Lippborg

Die Lippe erreicht das Ruhrgebiet. Von Hamm nach Lünen

Durch das südliche Münsterland. Von Cappenberg bis Lembeck

Und zum Schluss an den Niederrhein. Von Schermbeck bis Wesel

An der Lippe soll es Schlösser geben?

An der Lippe soll es Schlösser geben? Aber wo? Kennen tut man sie nicht. Denn wer weiß schon, wo die Lippe fließt. Durch einen Blick auf die Land-karte lassen sich diese Fragen zwar leicht klären. Dem Reisenden stellen sie sich meist gar nicht, da er bei den Schlössern nicht an die Lippe und bei der Lippe nicht an historische Bauwerke denkt. Lässt man sich jedoch auf die Entdeckung der „Lippe-schlösser“ ein, so tut sich eine interessante Welt im Spannungsfeld von Vergangenheit und Gegenwart auf.

Die Lippe schlängelt sich über weite Strecken fast unbemerkt durchs Land. Von der Quelle bis zur Mündung sind es immerhin 220 Kilometer. Man nimmt sie kaum wahr, weil sie für den Spaziergänger nur an wenigen Stellen zugänglich ist. Über viele Kilometer begleiten sie Kanäle und lenken durch vorbeiziehende Frachtschiffe die Aufmerksamkeit auf sich, zumal am Kanal in aller Regel ein Spazierweg entlang führt. Auch die Schlösser liegen, von wenigen Ausnahmen abgesehen, abseits der großen Verkehrswege. Wenngleich in manchen reges Leben herrscht, sind sie dennoch nur dem Ortsansässigen bekannt. Der Durchreisende hingegen ahnt nichts von ihrer Existenz. Viele überraschen durch ihren Charme und ihre Architektur. Einige zwischen Lippstadt und Lippborg verbindet sogar eine eigene Stilrichtung, die auf den großen Baumeister Laurentz van Brachum (Anfang des 16. Jahrhunderts bis 1586) zurückgeht und bei Kennern mit dem Begriff „Lipperenaissance“ belegt ist.

... Aber wo?