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Inhalt des Buches  

westliche Schlösser-Route

mittlere Schlösser-Route

östliche Schlösser-Route

südliche Schlösser-Route

Von der Fliehburg zum Wasserschloss (PDF)

 

Schloss Oberhausen

Schloss Oberhausen wurde als eines der letzten Schlossbauten im" bürgerlichen 19. Jahrhundert" von dem bekannten Münsteraner Architekten August Reinking in den Jahren 1808-14 für die Grafen von Westerholt unweit des ehemaligen "Hauses Overhus" erbaut. Dieses, an einem Emscherübergang gelegen, im 14. Jahrhundert als klevisches Lehen erwähnt, wurde jedoch im 18. Jahrhundert aufgegeben.
Das zweigeschossige, rosa getünchte Herrenhaus, dessen Mittelrisalit sich durch ein attikaartiges Halbgeschoß mit steinerner Balustrade auszeichnet, öffnet sich mit seinen Seitenflügeln zur Gartenseite hin und umschließt eine kleine hufeisenförmige Terrasse.
Hinter dem Herrenhaus befindet sich der Wirtschaftshof mit abgerundeten Verbindungsstücken.
Die Gebäude wurden im zweiten Weltkrieg schwer zerstört. Der Wiederaufbau durch die Stadt Oberhausen, die seit 1911 Eigentümerin des Schlosses ist, erfolgte mit großzügiger Unterstützung seitens der Gutehoffnungshütte in den Jahren 1958 bis 1960 unter Einhaltung der alten Umrisse.
Das Schloss beherbergt heute die städtische Kunstgalerie mit Gemälden, Plastiken und Glasarbeiten aus dem 20. Jahrhundert, ferner das Ludwig Institut für Kunst der DDR, eine Gedenkhalle, sowie das Stadtarchiv. Vor dem Schloss befinden sich zwei interessante Skulpturen aus dem Ende des 20. Jahrhundert.

Hinter dem Schloss schließt sich nach Westen der Kaisergarten, ein 28 Hektar großer Volkspark mit altem Baumbestand an, in dem ein Tiergehege mit heimischen und europäischen Tierarten untergebracht ist. Für die Kleinen gibt es darüber hinaus einen Kuscheltierzoo mit der Möglichkeit zum Ponyreiten. Am Teich lässt es sich bei Erfrischungen aus dem Getränkepavillon auf Parkbänken verschnaufen. Einen Blick in den Kräutergarten sollte man nicht versäumen, ehe man entlang des Wassergrabens wieder zum Ausgangspunkt zurückkehrt. Von manchen Wegen aus sieht man unvermittelt Frachtschiffe auf dem Rhein-Herne-Kanal lautlos "durch die Landschaft" gleiten.

Auf der anderen Straßenseite, gegenüber von Schloss Oberhausen liegt der weithin sichtbare, 90 m hohe Gasometer, der inzwischen durch seine herausragenden Ausstellungen in den Sommermonaten bekannt ist. Empfehlenswert ist eine Fahrt mit dem Lift auf die Besucherplattform, von wo aus man bei klarer Sicht den Blick weit ins Ruhrgebiet und in die niederrheinische Auenlandschaft schweifen lassen kann.