piccolo-verlag

Inhalt des Buches  

westliche Schlösser-Route

mittlere Schlösser-Route

östliche Schlösser-Route

südliche Schlösser-Route

Von der Fliehburg zum Wasserschloss (PDF)

 

Schloss Schwansbell

Die alte Burg aus dem späten 10. Jahrhundert, an die lediglich noch der Sockel eines Rundturms erinnert, lag auf einer Insel, deren Gräfte von der Seseke gespeist wurde. Sie war Sitz der Ritter von Swanebollen (erste Erwähnung im 14.Jahrhundert), die in den Diensten der Grafen von der Mark standen. Bis um 1700 blieb sie nachweislich im Besitz der Herren von Schwansbell. 1829 ging die ehemalige Wasserburg durch Erbschaft in den Besitz der Grafen von Westerholt über. Nach einem Brand im Jahre 1850 wurde die stark verfallene Burganlage abgerissen und angepasst an den veränderten Geschmack in den Jahren 1872-75 an gleicher Stelle als Wasserschloss wieder aufgebaut.
Das im neugotischen Stil errichtete Herrenhaus mit zwei polygonalen Ecktürmen und Mittelrisalit steht in einem als englischer Garten angelegten Schlosspark, in dem buntlaubige und auffällig blühende Bäume besonders im Frühling eine beeindruckende Kulisse abgeben. 1929 ging das Haus in den Besitz der Stadt Lünen über, die es 1981 an einen Burgenliebhaber verkaufte, der es großzügig im Sinne der Denkmalpflege restaurierte und an die Stadt Lünen vermietet hat. Heute befindet sich im Erdgeschoss das Standesamt der Stadt Lünen.
Im ehemaligen Gesindehaus wurde ein Puppen- und Heimatmuseum eingerichtet. Benachbart hierzu befindet sich ein Restaurant für gehobene Ansprüche, hinter dem Haus ein Biergarten zur Löschung des Durstes.

Der schöne Park lädt zu einem Rundgang ein, den man auch zu einem Spaziergang zum Horstmarer See mit Liegewiesen ausdehnen kann. Hierzu auf dem Schwansbeller Weg nach Osten gehen und den Kanal überqueren.