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Von der Fliehburg zum Wasserschloss (PDF)
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Haus Vondern wird im 13. Jahrhundert als Wohnsitz des Gerhard de Vondere,
einem Dienstmann des Grafen von Kleve erstmals erwähnt. 1520 wurde die
ursprüngliche Anlage durch Wessel von Loe zu einer wehrhaften Trutzburg
umgebaut. Imposant sind die beiden wuchtigen Rundtürme mit schiefergedeckten
Kegeldächern, die über niedrigere Zwischenbauten mit dem mächtigen Torgebäude
verbunden sind. An diesem angelehnt befindet sich ein polygonaler Treppenturm
mit Zeltdach. In diesem führt eine Wendeltreppe hinauf zum Wehrgang,
der sich über die gesamte Gebäudefront der Vorburg erstreckt. Wie noch
zu erkennen ist, setzte dieser sich früher auch nach Süden hin über
den Bereich des im 19. Jahrhundert errichteten Wirtschaftstraktes fort.
Auch auf der Nordseite des gepflasterten Burghofes lassen sich Fundamente
nachweisen, die ebenfalls auf einen Wehrgang hinweisen. Sehr dekorativ
ist das spitzbogige Eingangsportal mit Fries und den beiden Türmen mit
Kegeldach sowie dem Wappen. Auf den alten Fundamenten, über dem Kellergeschoss
der mittelalterlichen Wohnburg, das heute wieder zu besichtigen ist,
wurde im 17. Jahrhundert das barocke Herrenhaus errichtet. Der schlichte
zweigeschossige Rechteckbau mit Walmdach und zwei polygonalen Seitenerkern
stand ursprünglich auf einer eigenen Insel und ist von der Vorburg aus
über eine steinerne Bogenbrücke mit hohen Sandsteinpfeilern zu erreichen.
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